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Der Wandel in der Geschichte des Warenhauses

Der Wandel in der Geschichte des Waren- und Kaufhauses ist auch heute noch präsent in den Köpfen vieler Menschen und wird auch weiterhin den Einflüssen neuer Trends im Einkaufsverhalten unterworfen sein. Ein wichtiger Aspekt, der im Alltag oftmals unterschlagen wird, ist die Unterscheidung zwischen einem Kaufhaus und einem Warenhaus. Während ein Kaufhaus zusätzlich Lebensmittel anbietet, führt ein Warenhaus keine Genussmittel im Sortiment. Daran haben sich die Kaufhäuser aber selber nicht immer gehalten: Im KaDeWe gibt es genauso Lebensmittel wie in vielen anderen „Kaufhäusern“ auch. Im früheren 19. Jahrhundert entwickelten sich die ersten Vorstufen der Warenhäuser. Das erste Drittel des 19. Jahrhunderts brachte verstärkt Großläden hervor, die in verschiedene Abteilungen untergliedert waren. Bei der Entwicklung von klassischen Warenhäusern galt Frankreich als Leitbild. Von Paris ausgehend expandierte die Form des Großwarenhauses, welches zentral geführt und in Abteilungen untergliedert war. Diese neue Art des Einkaufs wurde hauptsächlich in den Innenstädten der industrialisierten Länder angesiedelt. Die Entstehung von Kaufhäusern liegt besonders im Erhalt eines Preisvorteils begründet, der mit dem Erwerb großer Mengen und einem verbunden Rabatt einhergeht. Die Ausbreitung dieser Warenhauskomplexe blieb jedoch nicht ohne Folgen. Besonders kleine Einzelhandelsunternehmen verzeichneten Umsatzeinbußen und verschwanden immer mehr aus den Städten. In den letzten Jahren jedoch hat die Möglichkeit, Preise im Internet zu vergleichen und den Einkauf über den Computer abzuwickeln, ebenfalls einen Rückgang des Umsatzes von Kaufhäusern zur Folge.

Charakteristika der Warenhäuser

Die Warenhäuser bestachen durch ihre Fähigkeit, Kunden mit Produkten aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen zu bedienen. Aufgrund dieser Eigenschaft assoziierten die Leute die Warenhäuser mit einem großen Sortiment und einer enormen Warenfülle, die offen zur Schau gestellt und inszeniert wurde. Der Textilhandel brachte oftmals die Gründer von Warenhäusern hervor. 1904 erhielten die Konsumtempel jedoch eine negative Konnotation, da sie als Verkaufsmaschine besonders die weiblichen Kunden beeinflussten. Aufgrund dessen verleugneten gerade wohlhabende Bürger den Kaufhausbesuch, da dieser oftmals mit einem negativen Bildungsniveau einherging.

Deutsche Warenhäuser

In Deutschland wurden Großwarenhäuser erst zu einem späteren Zeitpunkt gegründet. Die Kaufhäuser waren das Ergebnis eines fortschreitenden Urbanisierungsprozesses. Besonders in Mitteleuropa war ein Großteil der Warenhausgründer jüdischer Herkunft. Bis 1980 existierten in Deutschland bereits 5 große Warenhauskonzerne (Karstadt, Kaufhof, Hertie, Quelle, Horten).




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