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Die E-Scooter-Freundlichsten Städte Deutschlands

DIE E-SCOOTER-FREUNDLICHSTEN STÄDTE 2019

In jeder größeren deutschen Stadt stehen sie mittlerweile zuhauf - elektrische Tretroller, kurz E-Scooter. Seit Mitte des Sommers dürfen die sogenannten PLEVs (Elektrokleinstfahrzeuge, engl. Personal Light Electric Vehicle) mit zulässiger Straßenzulassung im öffentlichen Verkehr geführt werden. Vorrangig sollen sie auf Fahrradwegen fahren, sind diese nicht vorhanden, ist auf die Straße auszuweichen. Durch das in vielen Städten gut ausgebaute Fahrradnetz kann man also alles und jeden erreichen!
Die dadurch entstehenden Marktpotenziale wollen sich Verleihunternehmen natürlich nicht entgehen lassen. An der Spitze steht mittlerweile ein Quartett aus Startups, die ihre Scooter in ganz Deutschland verteilen. Tier, Circ, Lime und Voi heißen die Tretroller, die auf Mietbasis gefahren werden können. Mit der jeweiligen App kann der nächste Scooter lokalisiert und entsperrt werden, auch das Bezahlen nach Minuten wird automatisch geregelt. Viele Befürworter sehen die E-Scooter als die Zukunft des Personenverkehrs, vor allem in der Großstadt als Alternative zum Auto.

Ebenso gibt es aber auch kritische Stimmen, die den E-Scootern nachsagen, die Straßen zu verstopfen und den Verkehr eher aufzuhalten als zu entspannen. Gerade Städte, die ohnehin für Fahrradfahrer unattraktiv sind, neigen dazu, auch für E-Scooter-Fahrer gefährlich zu sein.

Wir haben daher ein Ranking der e-scooterfreundlichsten Städte Deutschlands aufgestellt. In die Bewertung fließen u.A. das Verleihangebot, die Regulierung und die Fahrradfreundlichkeit ein, da E-Scooter das Fahrradnetz nutzen.

Lesen Sie sich selbst durch das Ranking und finden Sie heraus, welche Stadt sich die E-Scooter-Freundlichste Stadt 2019 nennen und mit dem Hertie E-Scooter-Siegel schmücken darf!



Den 10. Platz macht die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover. Die Stadt unternimmt in der letzten Zeit viel für die Fahrrad-Infrastruktur, die auch von E-Scootern genutzt wird. Ein Beweis? Zuletzt wurde als Zielsetzung für 2025 festgelegt, dass 25 Prozent der Wege mit dem Rad zurückgelegt werden sollen. So sieht also nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft für E-Scooter in Hannover rosig aus.

Außerdem: Wer E-Scooter in Hannover fährt, tut dies besonders sicher! Im bundesweiten Fahrradklima-Test 2019 des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) schaffte es Hannover nämlich auf den zweiten Platz in der Kategorie Städte über 500.000 Einwohner.

Das Abstellen der E-Scooter ist nur geringfügig reguliert, fahrradspezifische Abstellanlagen und Grünanlagen sind allerdings verboten, letzteres aufgrund der erhöhten Brandgefahr, die von den Akkuzellen ausgeht.

Der Scooter-Verleih Tier Mobility und Lime sind z.Z. die beiden einzigen Mitglieder der "Big Four", welche Ihre Dienste auch in Hannover anbieten. Die per App georderten Roller werden nach Minutensatz bezahlt und können in der ganzen Stadt gefunden werden. Dass Circ und Voi sich noch nicht in Hannover angesiedelt haben, führt aber leider dazu, dass die Dichte an E-Scootern noch vergleichsweise klein ist und ist u.A. Grund dafür, dass Hannover nicht höher auf der Liste platziert ist. Doch: Die Verleih-Infrastruktur ist noch in seinen Kinderschuhen, in den nächsten Jahren wird Hannover also bestimmt höher platziert werden!



Für Platz 9 müssen wir an das Neckarufer, nach Mannheim. Die drittgrößte Stadt Baden-Württembergs steht wie so viele Orte Deutschlands komplett im E-Scooter-Hype. Angesteckt ist offensichtlich auch Bürgermeister Christian Specht: "Wir freuen uns über neue Formen der E-Mobilität. Die E-Scooter bilden einen weiteren Baustein unseres schon jetzt umfangreichen Mobilitätsangebots."

Mit einer Gesamtnote von 3,94 steht Mannheim auf Rang 9 der deutschen Städte zwischen 200.000 und 500.000 Einwohnern. Pluspunkte gibt es in der Wertung des ADFC in der Kategorie "Fahrradförderung in jüngster Zeit", welche im Rahmen eines großflächigen Aufbaus von Radspuren am Friedrichsplatz und auf der Bismarckstraße realisiert wurde. Das verantwortliche 21-Punkte-Programm wird auch weiterhin Früchte tragen, von denen auch E-Scooter profitieren!

Ähnlich wie das zehntplatzierte Hannover hat Tier Mobility in Mannheim ein Monopol auf dem E-Scooter-Markt. Die einzige Regulierung ist diejenige, dass in dem Kernbereich Innenstadt morgens maximal 100 Roller aufgestellt werden dürfen. Zwar heißt das, dass einzelne Scooter schwerer aufzufinden sein können, gleichzeitig werden die Straßen auch nicht überfüllt.



Unser Platz 8 - Ingolstadt - ist seit Gründung Teil der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. - kurz AGFK-Bayern. Das stetige Streben danach, den Anteil der Radfahrer*innen am täglichen Verkehr zu steigern, ist einer von mehreren Gründen für einen starken achten Platz!

Das Tourismusbüro Ingolstadt taufte sich das Eldorado für den Radverkehr, auch aufgrund der verkehrsberuhigten Altstadt. Widergespiegelt wird das durch den siebten Platz unter den deutschen Städten zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern. Doch nicht nur Fahrräder haben es gut in Ingolstadt, die Autostadt ist seit Anfang August freundlicher Gastgeber für den E-Scooter-Dauerbrenner Tier Mobility. Der E-Scooter-Fahrer kann sich an 150 über die gesamte Altstadt versteckten Modellen bedienen. Erste stichprobenartige Umfragen zeigen ein positives Bild, die Bevölkerung begrüßt die E-Scooter in größten Teilen!

Die ohnehin leisen Geräte stören in der verkehrsberuhigten Altstadt nicht, auch Fahrradfahrer fühlen sich nicht beeinträchtigt. Das einzige Hindernis, was den Scootern täglich das Leben schwer macht, ist das viele Kopfsteinpflaster in der Ingolstädter Altstadt. Die Kompaktheit der Fahrzeuge kommt leider mit einer weniger guten Federung einher, sodass das Befahren gepflasterter Straßen die Gliedmaßen ganz schön durchrüttelt. Mit der Zeit wird der Markt aber auch das Problem gelöst haben, sodass E-Scooter-Fahren zum absoluten Komforterlebnis wird!



Wir bleiben im Süden der Republik, um unseren 7. Platz zu küren. Stuttgart ist zwar nicht bekannt für sein Fahrradklima, dafür glänzt es in anderen Kategorien aber umso mehr!

Das Urteil des ADFC fällt gespalten aus. Es fehlt teilweise an Pflege- und Serviceleistungen auf Radwegen bezüglich Winterdienst und Reinigung. Wo Stuttgart aber positiv heraussticht, ist auch ein großer Vorteil für E-Scooter! Die zweitbeste Teilnote des Fahrradklima-Tests gelingt in der Kategorie "Geöffnete Einbahnstraßen in Gegenrichtung". Das bedeutet, dass in vielen Einbahnstraßen Fahrrad- und somit auch E-Scooter-Fahrer beide Fahrtrichtungen wahrnehmen dürfen. Dies erleichtert den täglichen Verkehr um ein Vielfaches!

Eine weitere große Stärke des Stuttgarter E-Scooter-Wesens ist das breite Verleihangebot. Zum ersten Mal in unserem Ranking hat man die Auswahl aus gleich drei verschiedenen Anbietern! Nach Belieben kann zwischen Voi, Circ und Lime entschieden werden. Eine freiwillige Selbstverpflichtung sieht vor, dass jeder Anbieter maximal 100 Roller im Kerngebiet Innenstadt aufstellen darf, die maximale Bandbreite von 800 lässt also Platz für insgesamt 5 weitere Bewerber.

Im bundesweiten Vergleich rechtfertigt dieses tolle Angebot also einen guten siebten Platz, es bleibt spannend, zu sehen, welche Anbieter in Stuttgart noch Platz finden!



Ähnlich geht es in Hamburg zu - unserem Platz 6. Die norddeutsche Metropole ist ein absoluter Hotspot für Trends und Neuigkeiten! So macht es nur Sinn, dass sich keiner der "Big Four" den Markt entgehen lassen will! Sowohl Tier, als auch Circ, Lime und Voi bringen ihre Flotten in der Hansestadt an den Mann. Hier haben die E-Scooter vor allem gegenüber den etwas größeren Fahrrädern den Vorteil, dass man sie problemlos durch die Landebrücken und Speicherstädte manövrieren kann.

Zwischen Verleihern und Stadt habe man sich selbstverpflichtend geeinigt, verbotene Abstellorte einzurichten. Unter Anderem sei auch die maximale Anzahl an Scootern gedeckelt. So gelingt den Verantwortlichen ein geschickter Spagat zwischen der ständigen Erreichbarkeit eines E-Scooters und einem nicht überfüllten Gesamteindruck!

In puncto Fahrradfreundlichkeit ist Hamburg wie bei so vielen Großstädten eher Mittelmaß. Doch auch hier gibt es gute Aussichten: Im bundesweiten Vergleich sticht Hamburgs Fahrradförderung in jüngster Zeit hervor! Wenn dieser Trend anhält, dann kann Hamburg in den nächsten Jahren zu einem E-Scooter-Mekka werden!



Heidelberg ist eine der Fahrradstädte Deutschlands - und unser 5. Platz! Am Neckar fährt man eben gerne Fahrrad und - wie so oft in diesem Ranking - gilt auch hier, was für das Fahrrad gilt, gilt auch für den E-Scooter!

Der ADFC bewertet die Studentenstadt im aktuellen Fahrrad-Klimatest mit 3,6 - die zweitbeste Gesamtnote unseres Rankings. 26 Prozent aller Wege werden mit dem Rad zurückgelegt - ein Spitzenwert in Baden-Württemberg! Doch das ist Heidelberg nicht genug: 2019/20 werden über 8 Millionen Euro für den Radverkehr zur Verfügung gestellt.

In Zusammenarbeit mit dem Verleiher Tier Mobility hat Heidelberg einzelne "Ruhezonen" eingerichtet, in denen die Fahrt mit dem Leih-Scooter nicht beendet werden darf. In einem "innerem Bereich" dürfen morgens maximal 100 Roller aufgestellt werden, außerdem darf ein Kreis mit einem Durchmesser von 100 Metern nicht mehr als 5 Roller beinhalten. Das sorgt dafür, dass das idyllische Stadtbild der Unistadt nicht gestört wird. Ein Scooter ist trotzdem jederzeit zu erreichen!



Der einzige Vertreter Nordrhein-Westfalens findet sich auf unserem 4. Platz wieder! Münster - wie Heidelberg eine Studentenstadt - ist mit einer Gesamtnote von 3,3 die fahrradfreundlichste Stadt unseres Rankings! Schon seit jeher legt Münster viel Wert auf ein sicheres und unkompliziertes Fahrraderlebnis. Und: In den Köpfen der Autofahrer ist das Fahrrad ein wichtiger Teil des Verkehrs, es wird wirklich auf sie geachtet!

Dieses Klima ist eine große Chance für E-Scooter-Fahrer, die sich oft als ungesicherte Verkehrsteilnehmer wahrnehmen. Münsters Unternehmungen enden aber nicht hier: Auf eine Länge von 27 Kilometern wird am Dortmund-Ems-Kanal ein moderner Radweg entstehen, endlich auch mit Beleuchtung! Vereinzelte No-Parking-Areas am Aasee oder dem Kanal sorgen dafür, dass E-Scooter auf ihrem Weg nicht behindert werden.

Die Domstadt bietet im Ring momentan Platz für 200 Leih-Scooter von Tier Mobility, Expansionspläne sind allerdings schon im Gange!



Es geht hinauf aufs Treppchen! Unser Bronze-Gewinner und damit der 3. Platz ist München!

Vor nur wenigen Monaten hat München große Erfolge in puncto Fahrradfreundlichkeit gefeiert. Gesonderte, rote Fahrradstreifen erhöhten die Sicherheit erheblich! Zwischen Harras und Lindwurmstraße sei der Fahrradverkehr nun deutlich geordneter und entspannter. München sanierte außerdem insgesamt elf Kilometer Radweg. Auch wenn diese Maßnahmen nicht direkt an E-Scooter-Fahrer gerichtet sind, helfen sie doch immens, gerade weil E-Scooter von der Qualität der Straßen so abhängig sind.

Als eine von drei Städten in Deutschland wird die Münchener Innenstadt von allen vier Hauptanbietern mit E-Scootern ausgestattet. Voi, Circ, Lime und Tier weisen selbstverpflichtend regelmäßig auf eine verkehrssichere Nutzung hin und stellen für den Nutzer jeweils 100 Scooter in der Innenstadt, sowie insgesamt 1.000 im äußeren Ring bereit.

München ist auf dem besten Weg, eine der E-Scooter-Metropolen Deutschlands zu werden!



Einen knappen 2. Platz belegt eine Stadt, mit der man wohl kaum gerechnet hat, die es aber trotzdem mehr als verdient hat: Potsdam! Die Landeshauptstadt Brandenburgs zeichnet sich nicht nur durch seine Fahrradfreundlichkeit aus, sie unternimmt auch einiges, um E-Scooter-Fahrern das Leben leichter zu machen.

Am meisten von der ohnehin guten Gesamtnote 3,6 hebt sich die Teilnote in der Kategorie "Erreichbarkeit Stadtzentrum" ab. Mit 2,3 liegt Potsdam hier sogar weit vor dem Konkurrenzdurchschnitt von 3,0. Diese Wege ins Stadtzentrum und innerhalb des Stadtzentrums sind gerade jene, die von E-Scootern am meisten benutzt werden!

Potsdam ist zudem die einzige Stadt dieses Rankings, die nur von Voi versorgt wird. Der schwedische Anbieter hat sich neben den Metropolen darauf spezialisiert, Lücken zu füllen und dort, wo sich noch kein Verleih auftut, den Menschen trotzdem die Möglichkeit einer Leihfahrt zu geben.

Ein Grund für den zweiten Platz ist auch, dass Potsdam sich davon distanziert, die Benutzung von E-Scootern zu regulieren. Ein E-Scooter kann überall abgestellt werden und darf auf allen Fahrradwegen gefahren werden. Außerdem ist die Anzahl an aufzustellenden Rollern nicht gedeckelt! Also: Wer E-Scooter fahren will, der muss nach Potsdam!



Deutschlands E-Scooter-Hauptstadt, gleichzeitig auch wohl Deutschlands Trendstadt Nummer 1 und unser 1. Platz ist Frankfurt! Im Kern des Landes, mitten im lauschigen Hessen ragt eine Skyline empor, die Frankfurts Selbstverständnis exakt widerspiegelt. Immer auf dem neuesten Stand, immer weiter nach oben!

Die drei Verleihe Tier, Circ und Lime teilen sich das Innenstadtgebiet rund um das Bankenviertel. Frankfurt bietet unzählige Strecken, die mit dem E-Scooter exzellent zu fahren sind. Mit 20 Stundenkilometern den Mainkai hoch- und runterzufahren, oder von der Alten Brücke zum Eisernen Steg zu heizen - es gibt kaum Zonen, die nicht erreichbar sind!

Abgesehen von vereinzelten No-Parking-Zonen distanziert sich die Stadt von Regulierungen, auch um die Entwicklung der E-Scooter nicht zu behindern. Insgesamt haben Tier, Circ und Lime 2.000 Scooter verteilt, das ist bundesweit mit Abstand Höchstwert. Dementsprechend wird es auch nirgends so leicht fallen, einen ausleihbares Modell zu finden.

Neben all den e-scooter-spezifischen Aspekten punktet unser Spitzenreiter aber auch in Sachen Fahrsicherheit: Das "Mainhattan" erreicht in seiner Stadtgrößenklasse (>500.000) den vierten Platz von 14., mit einer Gesamtnote von 3,9. Eine herausragende Leistung zeigt Frankfurt in der Rubrik "geöffnete Einbahnstraßen in Gegenrichtung", diese bewertet der ADFC mit einer 1,9. Auch die Erreichbarkeit des Stadtzentrums ist eine Stärke der hessischen Metropole.

Insgesamt zeigt sich also: In der noch jungen E-Scooter-Szene haben viele deutsche Städte einiges richtig gemacht. Mit Frankfurt ist wahrlich ein verdienter Sieger des Hertie E-Scooter-Städterankings gefunden, gerade weil dem neuen Vehikel so viel Aufmerksamkeit und Raum zum Entwickeln gegeben wird. Genau das ist es nämlich, was im Kern E-Scooter-Freundlichkeit ausmacht. Glückwunsch!